Reiseberichte und Reisetipps zu Rundreisen durch Vietnam
Vietnam Rundreisen
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Hoi An, die alte Hafenstadt

Hoi An war im 16. Jahrhundert der bedeutenste Handelshafen in Vietnam.
25 Km südlich von Da Nang liegend besitzt das heute bezaubernde kleine Hafenstädtchen viel Charme und asiatische Atmosphäre. Hoi an ist mit seiner vom Krieg verschonten Altstadt vielleicht die schönste Kleinstadt in Vietnam. Mit seinen heute ca. 70.000 Einwohnern wurde Hoi An 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Die Japanische Brücke ist das markanteste Gebäude in Hoi An
Auf dem Markt von Hoi An werden Nudeln und Seafood angeboten

In Hoi An wurden im 16. Jahrhundert der Handel zwischen China und Japan abgewickelt.

Die Japanische Brücke trennte am Tran Phu das Wohnviertel der Japaner von dem der Chinesen. Steineren Steinerne Figuren von Affen und Hunden an den Eingängen der Massivholzbrücke bezeugen den Baubeginn die Fertigstellung der Brücke.

Ein kleiner Tempel in einem Raum in der Mitte der Japanischen  Brücke ist einem Flussgeist gewidmet.
Direkt neben der Brücke ist ein alter taoistischer Tempel zu besichtigen.


Die Japanische Brücke in Hoi An (Chau Cau)
besticht durch ihre schnörkellose Schönheit ganz im Geiste und der Inspiration des Zen. Sie ist wohl eine wenn nicht sogar die berühmteste Brücke in Vietnam.
Eine Legende sagt, dass die Japanische Brück für die Menschen eine mächtige Waffe gegen ein Monstzer namens Mamazu war. Der Kopf der Brücke zeigt Richtung Indien, der Schwanz nach Japan und der Rücken schützt Vietnam vor Erdbeben und andere Katastrophen.
Am das Jahr 1593 wurde die Brücke von japanischen Händlern erbaut um eine Verbindung mit den Chinesen am aneren Flussufer zu haben. Die ca. 20 Meter lange Brücke verbindet in Hoi An´s Altstadt die zwei wichtigsten Straßen: die Nguyen Thi Minh Khai und die Tran Phu.
Der Bau Die Japanische Brücke in Hoi An begann im Jahr 1596 (im Jahr des Affen) und wurde im Jahr 1595 (im Jahr des Hundes) fertiggestellt. Je ein Paar dieser Tiere sind aus diesem Grunde als Hüterstatuen an jedem Ende der Brücke über den Thu Bon River zu sehen.

Reisetipp: Der Eintritt ist frei.

Es ist ein wunderschönes Erlebnis diese Stadt mit einem gemieteten Fahrrad zu erkunden und die Japanische Brücke während einer Rundreise durch Vietnam mehrmals zu überqueren.

Die Altstadt von Hoi An wurde zwischen 1580 und 1720 n. Chr. erbaut.
Die Gebäude, die man heute an der Hauptstraße Duong Tran Phu sieht stammen hauptsächlich aus dem19. Jahrhundert.
Den größten Aufschwung und Bedeutung erlangte Hoi An als sich eine zunehmende Zahl von japanische und chinesische Handels-Seefahrern hier niederließen. Hochwertige Seidenprodukte, wertvolle Porzellan- und Lackarbeiten sowie chinesischer Medizin wurde hier umgeschlagen. Handellsgesellschaften aus Portugal, Holland, England und Frankreich liefen den kleinen Hafen an um die weertvollen Waren hier zu kaufen und weiter nach Europa zu transportieren. Ebenfalls war Hoi An der Hafen der Ngyuen-Kaiser, die aus 160 km entfernten Hué kamen.
Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Geschäfte der Kolonialmächte über die Häfen Malacca und Penang im heutigen Malaysia abgewickelt und der Hafen von Hoi An verlor schnell an Bedeutung.

Reisetipp: Einmal im Mondmonat ist Vollmondfestival
Ein Anblick der besonderen Art zeigt sich wenn es dunkel wird.  Im Licht des Vollmondes wird Hoi an zu einer großen Bühne. Die Altstadt wird für Autos und Motorräder gesperrt und mit traditioneller vietnamesischer Musik und Folklore wird der goldenen Zeiten und des Wohlstandes gedacht.
Tausende von hier produzierten  Lampions beleuchtet die Altstadt. Die Stadt erhellt sich auf eigentümliche Weise, und es ist ein Erlebnis entlang der Strassen zu flanieren und in einem der kleinen Restaurants den Ausblick auf den Fluss zu genießen.

Eine besondere Sehenswürdigkeit von Hoi An ist die Versammlungshalle der Chinesen aus Fujian.
Sie ist auch ein Tempel, der der Himmelsgöttin Thien Hau geweiht, der Schutzpatronin von Seefahrer und Fischer.

Das dreiportalige Eingangstor zum Tempel Hoi Quan Fujian
Durch den Innenhof gelangt man in den Tempel der Himmelsgöttin Thien Hau
Die Bilder an der Wand des Thien Hau Tempels sind mit Gemäden von alten Kriegern und Schlachten geschmückt
In den Ecken des Thien Hau Tempels stehen einzelne Altäre und antike Vasen
Imposante kunstvolle Holzschnitzereien umrahmen den Alter von Thien Hau
Der Altar der Thien Hau bildet den Mittelpunkt der Versammlungshalle Hoi Quan Fujian
Ein altes Modell einer chinesischen Handelsdschunke im Thien Hau Tempel
Eine Gottheit der Fischer und Seeleute schaut im Tempel in die Ferne beschützt die Abenteurer

Die Fuijan (Phuc Kien) Versammlungshalle wurde im späten 17. Jahrhundert erbaut.
Hier findet man alle wesentlichen Merkmale einer typischen chinesischen Versammlungshalle. Das kunstvoll geschnitzte Tor und der farbenprächtige Innenhof macht dieses Gebäude überaus fofogen. In der Haupthalle befindet sich ein zentraler Raum in dem ein Schrein mit geschnitzten Drachenkörper zu finden ist. Hinter dem Alter befinden sich Abbildungen von 3 Feen und 12 Hebammen. Kinderlose Ehepaare kommen oft zu diesem Altar um für ihren Kinderwunsch zu beten.

In den Versammlungshallen der Chinesen in Hoi An fand das ganze Gemeindeleben der Ortschaft statt.

Hier wurden auch alle wichtigen Entscheidungen getroffen. Die Ältesten waren die Stadträte, die darüber berieten, wofür das Geld ausgegen werden sollte, welche Bauprojekte man angehen sollte und welche Schiffsfahrten als nächstes anstanden.
Heute sieht man noch die langgestreckten alten Händlerhäuser am Flussufer. In den engen Gassen stehen noch überall die Tempel, Pagoden und Schreinen der Japaner ind Chinesen. Fünf dieser chinesische Versammlungshallen sind an der Hauptstraße noch erhalten. In ihnen gedenkt man bis heute jener ersten mutigen  Seefahrer, die einst aus Südchina kommend hier in Hoi An ankamen. Der chinesischen Schutzgöttin der Sehfahrer Tien Hau wird heute noch in den Tempel Opfergaben dargebracht.

Eine besondere Sehenswürdigkeit in Hoi An ist die Kapelle der Familie Tran.

Diese Kapelle ist eine der ältesten und geschichtsträchtigsten Gebäude der Stadt. Erbaur wurde sie am Anfang des 19. Jahrhunderts. Sie stammt ursprünglich von einem Gesandten des Madarin Gia Long von Tran Tu Nhac. Die Kapelle diente zur Erinnerung an alte Traditionen und Gedenken der Vorfahren. Noch heute treffen sich Mitglieder der Familie einmal im Jahr um den Verstorbenen zu gedenken und Kindern über die Traditionen des Tan-Clans zu berichten.
Die Kapelle der Familie Tran befindet sich in der Le Loi Strasse und ist eine gelungene Kombination aus japanischen, chinesischen und vietnamesischen Stilelementen. Das Haus und der Garten ist mit über 1500 Quadratmetern mit Zierpflanzen, Blumen und Obstbäumen streng nach den Regeln des Feng Shui konzepiert. Diese Kapelle der Familie Tran ist kein toter touristischer Ort, sondern zeigt die Verschmelzung der Vietnamesischen Kultur von Ahnenkult bis hin zur Gegenwart.
Öffnungszeiten sind täglich von 8.30 Uhr bis 18.00 Uhr.

Für die Altstadt von Hoi An muss man ein Ticket kaufen. Dieses berechtigt dann zum Besuch der alten Kaufmannshäuser, Wohnhäuser und Tempel. Hoi An ist eine  alte und friedliche Stadt und dadurch eines der beliebtesten Reiseziele während einer Vietnam Rundreise.

Die Altstadt von Hoi An gehörte zum UNESCO Weltkulturerbe. Zum Glück ist sie durch Kriege nicht zerstört worden
In den alten Kaufmannshäusern findet man wunderschöne alte Holzschnitzereien
Im Hafen von Hoi An sind noch alte Handelsschiffe zu besichtigen
Blick auf die alte Hauptstraße von Hoi An
Eine besonderes Kunshandwerk in Hoi An ist die Produktion von wunderschönen Lampions für das Vollmondfest
In den alten Wohnhäusern von Hoi An sind antike Rauchutensilien zu bewundern
Reichgeschmückte Brunnenanlage sind versteckt in den Tempeln von Hoi An zu finden
Ein kleiner Steinaltar mit Hirschmotiv im Innenhof eines Kaufmannshauses in Hoi An

Die Stadt mit seiner alten Hafenanlage zeigt die Verschmelzung von Kulturen und Handel von Chinesen und Japanern in der Vergangenheit.
Die Altstadt von Hoi An ist von bemoosten Dächern alten Pagoden und einer wunderschönen detailreichen Architekturen geprägt.
Reisetipp:
In kleinen Kunstgalerien und Antiquitätengeschaften kann man noch wahre Schätze zu einem günstigen Preis erwerben. Replikate von weltberühmten Künstlern oder auch Original-Ölbilder aus eigenen Entwürfen sind in den zahlreichen Kunstwerkstätten zu bekommen.

Eine besonderer und ausgefallener Reisetipp sind die Kochschulen von Hoi An.
Wer schon immer mal die phantastische vietnamesische Küche näher kennenlernen wollte ist hier genau richtig.
Die Red Bridge Cooking School ist hier die erste Wahl. Es können Halb- und Ganztagskurse gebucht werden.
Nähere Informationen hier.


Auch wenn man in Hoi An das Alte und Traditionelle sucht so findet sich jedoch auch ein sehr aktuelles Kunsttheater in dieser Stadt.
Reisetipp:
Das Traditional Art Perfomance Theater sollte man auf jeden Fall besuchen. Es befindet sich in der Nguyen Thai Hoc Strasse und der Eintritt ist im Rahmen des gelösten Stadttickets frei. Obwohl das Theater eher klein und etwas ungemütlich wirkt, so ist es allemal einen Besuch wert. Von 21.00 - 22.00 Uhr finden hier Vorstellungen vor einer außergewöhnlichen Kulisse statt. Besonders beachtenswert ist das Spiel mit der "Dan Bau", einem einseitigen vietnamesischen Musikinstrument. Die Aufführungen strotzen nur so vom Erzählen verschiedener Mythen und Geschichten. Mit aufwendigen Kostümen und einzigartiger Mimik der Schauspieler wird emotional und äußerst professionell über das Leben in Vietnam, über Relikte und Artefakte berichtet.
Das Traditional Art und Perfomance Theater in Hoi An ist unter der Telefonnummer 84510 3861159 zu erreichen.

Ein besondere Reisetipp für Rundreisen durch Vietnam ist der Besuch von Cu Loa Cham oder Cham Island.
Diese aus 8 Inseln bestehende Inselgruppe ist von Hoi an aus mit einer 50-minütigen Bootstour zu erreichen. Hier kann man in fast unberührter Natur einer Vielzahl von Freizaeitaktivitäten nachgehen. Die Strände sind kristallklar und die Küste hat einen wunderbar weißen Sand. Ebenso ist hier Wasserski- und Kajakfahren sowie Paragliding und Tauchen möglich. Die Unterwasserwelt reich an exotischen Fischarten und Korallenriffen lädt zu einem zusätzlichen Tauchgang ein. Die Menschen auf Cham Island sind sehr gastfreundlich und fühlen sich in ihrem Leben in Harmonie mit der Natur und der Umwelt.
Für Touristen fährt zwischen 7.00 und 8.00 morgens von Hoi An ein Bus und dann ein Schiff auf die Inselgruppe Cham Island. Es werden Komplettpakete angeboten. Diese umfassen alle Transfers, Führer und meist eine Mahlzeit. Dies ist für unsere Verhältnisse auch ein sehr günstiges Vergnügen. Oft reichen bereits 3-5 Dollar pro Person für alles zusammen.

40 Kilometer westlich von Hoi An liegt die alte Tempelstadt My Son. Diese sollte unbedingt Ziel einer Rundreise durch Vietnam sein.
Das Tempeltal My Son hatte für das Volk der Cham die gleiche Bedeutung wie für die kombodschanischen Khmer Angkor Wat oder wie für die Thailänder Ayutthaya.
Lange Zeit war diese Tempelanlage die vom 4. bis ins 16. Jahrhundert entstanden war in Vergessenheit geraten. My Son war das Zentrum der Cham-Kultur. Jeder König baute hier, ähnlich wie in Ägypten jeder Pharao ein neuen Gebäude oder einen noch prächtigeren Tempel.
Leider wurde diese einmalige Tempelanlage Opfer des Vietnamkrieges. Erst um 1980 wurde die Anlage wieder restauriert. In My Son wurden hinduistische Gottheiten wie Shiva, Skanda und Ganesh verehrt.
Der My Son Tempelkomplex war früher das heilige Land der Khmer und besteht aus 70 Häusern und Tempel verschiedener Größe. Der erste Tempel wurde im 4. Jahrhundert aus Holz gebaut dem heiligen Siva Bhadravarman geweiht. Leider wurden diese ersten Holztempel von My Son durch ein Feuer im 6. Jahrhundert weitestgehend zerstört. Danach wurden von den Cham-Königen bis ins 13. Jahrhundert immer größere und prächtigere Tempel erbaut. Durch annähernd 9 Jahrhunderte erlebte My Son die glorreiche und wohlhabende Ära des Champa-Reiches. 1999 wurde die Tempelanlage von My Son von der UNSESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

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